Um/Bildungen – Ferdinand Stenglein

Am Mittwoch, 24.05.2017, geht unsere Veranstaltungsreihe des AK Kritische Geographie in die zweite Runde.

Dieses Mal besucht uns Ferdinand Stenglein aus Münster.

Um/Bildungen.
Radikale Pädagogik als revolutionärer Ansatz der Gesellschaftsveränderung

Dazu schreibt Er:

In diesem Workshop wird es darum gehen ausgewählte Ansätze kritischer Bildungstheorie als Elemente einer kritischen Gesellschaftstheorie zu erarbeiten. Wir werden diskutieren, inwiefern und warum Perspektiven, wie sie uns beispielsweise Paulo Freire, Ivan Illich oder bell hooks eröffnen, relevant für grundlegende Veränderungen gesellschaftlicher Verhältnisse sind und welche Konsequenzen diese Perspektiven auf unsere Selbstverständnisse und unser Wirken in und außerhalb der Universität haben können. Der Workshop richtet sich dabei an alle Interessierten und ist von dem Ansatz geleitet, das worüber wir sprechen mit dem wie wir es tun, in Einklang zu bringen. Theoretisches Vorwissen im Bereich kritischer Bildungstheorie ist nicht nötig.

 

18 Uhr, ZEP, Zeppelinstr. 1

Außerdem nicht vergessen, der 23.05. ist Kritischer Dienstag, ein Treffen, das alle 14 Tage ab 20 Uhr in der BST 48 stattfindet.

Zu den weiteren Veranstaltungen der Reihe

Sagt euren Freund*innen bescheid und kommt vorbei.

Wir freuen uns auf euch!

 

 

 

Zwischen Angst, Ablehnung und Aufbegehren – Sarah Klosterkamp

Am Montag, 08.05.2017, geht so richtig los mit den ersten Veranstaltungen im Sommer. Für den Auftakt stattet uns Sarah Klosterkamp aus Münster einen Besuch ab. Einen Vorgeschmack auf die Veranstaltung gibt es hier:

Während seit einigen Monaten nahezu täglich neue Schlagzeilen im Umlauf sind, die Anschläge oder Anschlagsplanungen von Terrororganisationen wie der Daesh-Bewegung zum Thema haben, laufen seit 2013 zugleich auch die ersten Gerichtsverfahren gegen Mitglieder und UnterstützerInnen derselben vor deutschen
Staatsschutzsenaten.
Seit den RAF-Prozessen der 70er Jahre handelt es sich hierbei um die größte Serie an Terrorverhandlungen, die dieses Land je erlebt hat, und doch vollziehen sich die Verfahren, ihre Urteilsbegründungen und die durch sie hervorgebrachten Beweiserhebungen selbst meist ohne Kenntnisnahme einer breiteren Öffentlichkeit. Dies zum Anlass nehmend, hat o.g. Workshop zum Ziel, einen kritischen Einblick in eben diese Verfahren, ihre Begründungslogiken sowie den von den Angeklagten hervorgebrachten Reifikationen bzw. Counter-Narrative zu geben und diese gemeinsam zu diskutieren.

18 Uhr, Makerspace, Sofienstraße 12

Außerdem nicht vergessen, der 09.05. ist Kritischer Dienstag. Von nun an gibt es alle 14 Tage ab 20 Uhr ein Treffen des AK. Wir finden uns in der BST 48 ein.

Rührt kräftig die Werbetrommel, wir freuen uns!

Weitere Veranstaltungen im Sommer:

Mi. 24.05., 18 Uhr, ZEP (Zeppelinstr. 1)
Ferdinand Stenglein, Münster:
„Um/Bildungen. Radikale Pädagogik als revolutionärer Ansatz der Gesellschaftsveränderung“
 
Mi 21.06., 18 Uhr, ZEP (Zeppelinstr. 1)
Peter Ullrich, Berlin:
„Prekarität im Akademischen Kapitalismus – Strukturen und Widerstandpotenziale“
 
Mo 26.06., 18 Uhr, Makerspace (Sofienstraße 12)
Elisabeth Militz, St.Gallen (CH):
„‚Oh When (the) Women Go Marching In…‘ feministische Politik in Zeiten von Nationalismus, Rechtspopulismus und Demagogie“
 
Di. 11.07., 17 Uhr, Makerspace/Raumfänger (tba)
Kollektiv Orangotango, Berlin:
Kritisches Kartieren

 

 

Stadtrundgang: Heidelberg im Nationalsozialismus – Täter, Opfer, Widerstand

Am Sonntag 23.04.2017 lädt der AK zum Stadtrundgang. Thema: Heidelberg im Nationalsozialismus.

Wir treffen uns um 15Uhr am Universitätsplatz (Brunnen)

Bis dahin, wir freuen uns auf euch!

In den kommenden Monaten wird es außerdem viele weitere Veranstaltungen geben. Hier ein Überblick:

Zwischen Angst, Ablehnung und Aufbegehren – Was uns Gerichte über die Eigen- und Fremdwahrnehmungen ‚islamistischer TerroristInnen’ verraten

Mo, 08.05. 18 Uhr, Makerspace (DAI) – Sarah Klosterkamp, Münster


Um/Bildungen – Radikale Pädagogik als revolutionärer Ansatz der Gesellschaftsveränderung

Mi, 24.05. 18 Uhr, ZEP, (Zeppelinstraße 1) – Ferdinand Stenglein, Münster


Prekarität im Akademischen Kapitalismus – Strukturen und Widerstandpotenziale

Mi, 21.06. 18 Uhr, ZEP, (Zeppelinstraße 1) – Peter Ullrich, Berlin

In Kooperation mit: Mittelbauinitiative HD & GEW HD


Oh When (the) Women Go Marching In… Feministische Politik in Zeiten von Nationalismus, Rechtspopulismus und Demagogie

Mo, 26.06. 18 Uhr, Makerspace (DAI) – Elisabeth Militz, ST. Gallen (CH)


Workshop Kritisches Kartieren

Di, 11.07. 18 Uhr, Raumfänger (genauer Ort folgt) – Kollektiv Orangotango, Berlin

 

 

Herzliche Einladung zum Autonomen Tutorium

Hallo da draußen!

Das Sommersemester beginnt und der AK startet mit frischer Energie in den Frühling!

Wr freuen uns, dass es wieder ein Autonomes Tutorium geben wird, zu dem wir euch hiermit herzlich einladen möchten.

Wann & Wo? Ab heute, den 18. April 2017, jeden Dienstag von 18 – 19.30 Uhr im Seminarraum der Berliner Straße 48, bei gutem Wetter gerne auch mal draußen

Was? Das Turorium ist von Studis für Studis und daher sehr offen gestaltet. Wir befassen uns mit verschiedenen literarischen Werken, die in Zusammenhang mit unterschiedlichen Teilbereichen der Geographie stehen.
Ziel des Tutoriums ist es, sich intensiv mit den Texten zu befassen und sie vor allem kritisch zu reflektieren. Im vergangenen Semester haben wir unter anderem Texte von Paul-Michel Foucault, Wolfgang Streeck und Hannah Arendt gelesen. Die autonome Struktur des Tutoriums bietet Raum, um Fragen zu stellen, die wir in Seminaren vielleicht nicht stellen, Ideen und Kritik zu den Texten zu äußern und vor allem, um angeregt über das Gelesene zu diskutieren. Anwesenheitspflicht gibt es keine.

Hört sich gut an? Schaut doch gerne in den nächsten Wochen mal unverbindlich vorbei.

Euer AK

Geopolitische Positionen der Identitären Bewegung – Ein argumentatives Frühwarnsystem zur Entlarvung Neo-Rechter Weltbilder

Die Workshopreihe für dieses Semester ist seit letzter Woche vorüber und wir hatten insgesamt viele anregende und schöne Abende. Der Rechtsruck wurde beim Workshop mit Daniel Mullis schon thematisiert, in der anschließenden Reflexion entstand aber die Idee das Thema kurzfristig nochmal aufzugreifen. Deshalb wollen wir eine Zugabe zur Workshopreihe verkünden. Die Zugabe wird aktuelle rechte Strömungen thematisieren. Ganz speziell soll es hierbei um die Identitäre Bewegung (IB) gehen, die mit Aktionismus und hipper Werbung auf sich aufmerksam macht und starken Zulauf hat. Eine Gruppierung gibt es übrigens auch in Heidelberg. Dass die Positionen der IB keinesfalls harmlos sind, sondern ebenso rassistisch, diskriminierend und gefährlich, wie die anderer rechter Gruppierungen, wird eigentlich schnell deutlich.

Aber warum behauptet die IB dann, nicht rassistisch zu sein und distanziert sich von anderen rechten Gruppierungen? Was sind die geopolitischen Positionen der IB und was macht sie gefährlich? Vor allem aber, wie können wir die Positionen frühzeitig erkennen um sie zu entlarven? Simon Runkel will sich in seinem Vortrag diesen Fragen widmen und ein Frühwarnsystem für die Argumentation der IB entwickeln.

Deshalb die herzliche Einladung zu einem weiteren Abend in gemütlicher Runde.

Was und Wer?
Dr. Simon Runkel
Geopolitische Positionen der Identitären Bewegung
Ein argumentatives Frühwarnsystem zur Entlarvung neo-rechter Weltbilder
Wo und Wann?
Am Dienstag, 24.01.2017, 19 Uhr, im Seminarraum des Geographischen Instituts (Berlinerstraße 48).

Kritische Geopolitiken des Klimawandels

Herzliche Einladung zum Finale unserer Workshopreihe! Im letzten Workshop freuen wir uns auf Sebastian Norck, der mit uns räumliche Vorstellungen in der Debatte um den Klimawandel und ihre Auswirkungen auf politische Entscheidungen thematisieren möchte.

Hier ein bisschen mehr Infos:

In der Debatte um die Folgen des Klimawandels spielen die geopolitischen Implikationen klimatischer Veränderungen eine wichtige Rolle. Dabei werden insbesondere die Entstehung von klimawandelbedingten inner- und zwischenstaatlichen konflikten („Klimakriege“) und klimainduzierte Zwangswanderungen („Klimaflucht“) als mögliche Gefahren für die internationale Sicherheit angenommen. Räumliche Vorstellungen sind diesbezüglich von enormer Bedeutung, denn wenn klimatisch bedingte Konflikte und Klimamigration als klar in bestimmten Staaten oder Weltregionen zu verortende Problemlagen gedacht werden, dann beeinflussen derleiräumliche Differenzierungen den politischen Umgang mit den Folgen des Klimawandels entscheidend. Die vermeintlich eindeutigen objektiv erscheinenden räumlichen Muster der Auswirkungen des Klimawandels müssen, so die Perspektive der Kritischen Geopolitik, als absichtsvoll geschaffene Konstruktionen aufgefasst werde. Der Workshop will anhand ausgewählter Text- und Kartenbeispiele aufzeigen, wie bestimmte räumliche Vorstellungen im Zusammenhang mit dem Klimawandel produziert und reproduziert werden und wie dadurch hegemoniale Argumente des Diskurses um den Klimawandel verfestigt werden.

Zeit und Ort

Mittwoch, 11. Januar, 18 Uhr

Geographisches Institut. Seminarraum, Berliner Straße 48, Heidelberg.

http://www.openstreetmap.org/way/94551367

Wir freuen uns auf einen spannenden Abschluss unserer Reihe!

Einladung zum Autonomen Tutorium am kommenden Donnerstag!

Hallo da draußen,

das Jahr neigt sich zwar dem Ende zu, aber das Autonome Tutorium ist noch aktiv! Zusammen können wir nun schon auf ein paar Texte, Strömungen und  enthusiastische Diskussionen zurückblicken. Das heißt aber nicht, dass neue Gesichter nicht mehr willkommen sind- ihr seid herzlich eingeladen, unverbindlich vorbeizuschauen, mitzudiskutieren und Texte vorzuschlagen.

Am Donnerstag – 15.12, 17.45 Uhr, INF 348 Raum 132 –  werden wir uns dem aktuellen Podcast „Niedergang des Kapitalismus“ vom Deutschlandfunk widmen. Finden könnt ihr diesen hier: http://www.deutschlandfunk.de/re-das-kapital-4-6-der-niedergang-des-kapitalismus.1184.de.html?dram:article_id=370390

Wir freuen uns auf die nächste Runde!

Umkämpftes Europa: die EU, Austerität und Rechtsruck. Ein Workshop mit Daniel Mullis.

Bevor unsere Workshopreihe in eine kurze winterliche Pause geht, schaut noch Daniel Mullis in Heidelberg vorbei. Er wird mit uns die akteuellen Krisen in Europa näher beleuchten. Was heißt das genau?

Seit dem Crash der Finanzmärkte 2007/08 herrscht Dauerkrise in Europa. Im Workshop werden wir gemeinsam durch die in hohem Maße raum-zeitlich ungleiche Krisendynamik von Austerität über Brexit bis hin zur Flüchtlingsdebatte streifen. Dabei werden wir die verschiedenen Facetten der Krise beleuchten und die politischen Auseinandersetzungen um deren Bearbeitung diskutieren.

Es empfiehlt sich, bereits vor dem Workshop die zwei folgenden Texte als Vorbereitung zu lesen:

  • Demirović, Alex (2013): Multiple Krise, autoritäre Demokratie und radikaldemokratische Erneuerung. In: Prokla, 43(2), S. 193–215.
  • Mason, Paul (2016): Es ging nicht um Europa. In: Le Monde diplomatique, August 2016.

Aus rechtlichen Gründen verzichten wir darauf die Texte hier online zu stellen, sie lassen sich aber mit einer kurzen Recherche, mit einer der einschlägigen Suchmaschinen, schnell ausfindig machen.

Zeit und Ort

Dienstag, 13.12., 18 Uhr

Geographisches Institut. Seminarraum, Berliner Straße 48, Heidelberg.

http://www.openstreetmap.org/way/94551367

Im Januar folgt dann der vorerst letzte Workshop. Sebastian Norck wird dabei einen Blick auf die „Kritische Geopolitik des Klimawandels“ werfen.

 

 

 

Obdachlosigkeit und die unternehmerische Stadt: Marginalisierung und Verdrängung

Und weiter gehts! Für den nächsten Workshop freuen wir uns auf Janika Kuge aus Freiburg. Sie wird mit uns zum Thema Obdachlosigkeit arbeiten. Was heißt das genau?

Im Kontext des Paradigmas der „unternehmerischen Stadtplanung und – Entwicklung“ hat sich die Situation für obdachlose Menschen, und von Obdachlosigkeit Bedrohten, zunehmend zugespitzt. Sowohl Verdrängung, als auch rechtliche und praktische Marginalisierung sichtbarer Armut sind in vielen Städten an der Tagesordnung. Argumente und Handlungsweisen seitens der Städte, der Ordnungskräfte und auch der sozialen Helfer_innen sollen vor dem Hintergrund Kritischer Geographischer Theorie analysiert und eine kritische Position erarbeitet werden. Dabei sollen im Besonderen der neoliberale Wandel des öffentlichen Raums und aktuelle Entwicklungen im Vordergrund stehen.

Wir freuen uns auf euch und den Workshop!

Zeit: Dienstag, 29.11.2016, 18Uhr

Ort: Geographisches Institut. Seminarraum, Berliner Straße 48, Heidelberg

http://www.openstreetmap.org/way/94551367#map=19/49.41870/8.67636

Und dann?

Dienstag, 13.12., 18 Uhr, Daniel Mullis, Frankfurt am Main
„Umkämpftes Europa: die EU, Austerität und Rechtsruck”

Mittwoch, 11.01., 18 Uhr, Sebastian Norck, Bayreuth
„Kritische Geopolitik des Klimawandels“

Dataporn: open data and closed minds. Ein Workshop zum kritischen Umgang mit Geoinformationen

Beim zweiten Workshop in diesem Halbjahr begrüßen wir Damian Paderta aus Bonn. Er wird mit uns zu Geoinformation und deren Verwertung arbeiten. Einen Eindruck um was es genau geht gibt das folgende Abstract:

Immer mehr vernetzte Maschinen liefern, ohne dass wir es mitbekommen oder uns dafuür entschieden haben, Daten von uns weiter. Diese Daten sind das Futter für Algorithmen, die erstaunliche Prognosen und Zuordnungen ermöglichen. Unmöglich ist es, keine Datenspuren zu hinterlassen und sich der Auswertung unserer Daten zu entziehen.

Auf der anderen Seite gibt es neue Techniken und Technologien, die neue soziale Praktiken des Bereitstellens, Teilens und Offenlegens von Informationen und damit neue soziale Interaktionen hervorbringt. Citizen Science oder Civic Labs sind Beispiele der Openness-Bewegung, die auf Bottom-Up-Prinzipien und der Offenheit von technischen und organisatorischen Systemen basieren und das Verhältnis von „Wissenschaft vs. Laien“ und „Staat vs. Bürger“ damit neu aushandeln. Diese Daten strukturieren in einem komplexen Zusammenspiel zunehmend unsere Räume und damit besonders das urbane Leben.

Dabei sind zwei extreme Praktiken zu beobachten: eine angstgetriebene und technikskeptische Haltung, die sich bis zur kompletten Technikverweigerung steigert und eine fortschrittsgläubige und technikdeterministische, die digitale Entwicklungen allein auf ihr wirtschaftliches Innovationspotenzial reduziert.

 

Wir freuen uns auf euch und den Workshop!

Zeit: Dienstag, 15.11.2016, 18Uhr

Ort: Makerspace des DAI, Sofienstraße 12, Heidelberg

http://www.openstreetmap.org/way/140116664#map=19/49.40777/8.69392

Danach werden diese Workshops folgen:

Dienstag, 29.11., 18 Uhr, Janika Kuge, Freiburg
„Obdachlosigkeit und die unternehmerische Stadt: Marginalisierung und Verdrängung“

Dienstag, 13.12., 18 Uhr, Daniel Mullis, Frankfurt am Main
„Umkämpftes Europa: die EU, Austerität und Rechtsruck”

Mittwoch, 11.01., 18 Uhr, Sebastian Norck, Bayreuth
„Kritische Geopolitik des Klimawandels“