Dataporn: open data and closed minds. Ein Workshop zum kritischen Umgang mit Geoinformationen

Beim zweiten Workshop in diesem Halbjahr begrüßen wir Damian Paderta aus Bonn. Er wird mit uns zu Geoinformation und deren Verwertung arbeiten. Einen Eindruck um was es genau geht gibt das folgende Abstract:

Immer mehr vernetzte Maschinen liefern, ohne dass wir es mitbekommen oder uns dafuür entschieden haben, Daten von uns weiter. Diese Daten sind das Futter für Algorithmen, die erstaunliche Prognosen und Zuordnungen ermöglichen. Unmöglich ist es, keine Datenspuren zu hinterlassen und sich der Auswertung unserer Daten zu entziehen.

Auf der anderen Seite gibt es neue Techniken und Technologien, die neue soziale Praktiken des Bereitstellens, Teilens und Offenlegens von Informationen und damit neue soziale Interaktionen hervorbringt. Citizen Science oder Civic Labs sind Beispiele der Openness-Bewegung, die auf Bottom-Up-Prinzipien und der Offenheit von technischen und organisatorischen Systemen basieren und das Verhältnis von „Wissenschaft vs. Laien“ und „Staat vs. Bürger“ damit neu aushandeln. Diese Daten strukturieren in einem komplexen Zusammenspiel zunehmend unsere Räume und damit besonders das urbane Leben.

Dabei sind zwei extreme Praktiken zu beobachten: eine angstgetriebene und technikskeptische Haltung, die sich bis zur kompletten Technikverweigerung steigert und eine fortschrittsgläubige und technikdeterministische, die digitale Entwicklungen allein auf ihr wirtschaftliches Innovationspotenzial reduziert.

 

Wir freuen uns auf euch und den Workshop!

Zeit: Dienstag, 15.11.2016, 18Uhr

Ort: Makerspace des DAI, Sofienstraße 12, Heidelberg

http://www.openstreetmap.org/way/140116664#map=19/49.40777/8.69392

Danach werden diese Workshops folgen:

Dienstag, 29.11., 18 Uhr, Janika Kuge, Freiburg
„Obdachlosigkeit und die unternehmerische Stadt: Marginalisierung und Verdrängung“

Dienstag, 13.12., 18 Uhr, Daniel Mullis, Frankfurt am Main
„Umkämpftes Europa: die EU, Austerität und Rechtsruck”

Mittwoch, 11.01., 18 Uhr, Sebastian Norck, Bayreuth
„Kritische Geopolitik des Klimawandels“